Drohnen

„Drohnenführerschein für alle“

Gefährliche Vorfälle mit Drohnen im Flugverkehr über Deutschland nehmen zu – in den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben sie sich bereits verfünffacht. Die Deutsche Flugsicherung fordert deshalb einen „Drohnenführerschein für alle“.

Die Zahl der gefährlichen Vorfälle mit Drohnen im Flugverkehr über Deutschland hat sich in diesem Jahr verfünffacht. Von Januar bis Oktober seien bereits 61 Fälle registriert worden, in denen sich Drohnen bemannten Fliegern gefährlich angenähert hätten, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum habe es nur zwölf derartige Zwischenfälle gegeben.

Hunderttausende Drohnen in der Luft

 

Die meisten Behinderungen durch Drohnen wurden den Angaben zufolge am Frankfurter Flughafen verzeichnet, gefolgt von den Flughäfen Köln/Bonn und München. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland derzeit rund 400.000 privat und gewerblich genutzte Drohnen. Er wird damit gerechnet, dass sich die Zahl bis 2020 verdreifachen wird.

Damit kommt es zunehmend zu Konflikten im Luftraum. Die Deutsche Flugsicherung fordert deshalb einen „Drohnenführerschein für alle“. Bereits ab einem Startgewicht von 250 Gramm sollten Drohnenpiloten einen Sachkundenachweis erbringen müssen. Bislang gilt dies nur für gewerbliche Nutzer und Drohnen, die mehr als fünf Kilogramm wiegen. Die DFS will außerdem die Gültigkeit des Führerscheins zeitlich beschränken.

Elektronische Ortung übers Handynetz

 

Zudem will die DFS alle Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm in einem zentralen Verzeichnis registrieren. Außerdem sollen Drohnen in die bestehende Luftraumordnung eingefügt werden, was wiederum eine Möglichkeit zur elektronischen Ortung voraussetzt. Die DFS will hierzu den Einsatz bereits vorhandener Mobilfunktechnologie testen.

Die Neufassung der Luftverkehrszulassungsordnung, die derzeit im Bundesverkehrsministerium in Arbeit ist, sieht hier bislang lediglich eine Kennzeichnungspflicht von Drohnen vor: Sie sollen zukünftig eine Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers tragen. Für Drohnen über fünf Kilogramm soll der Pilot dem Entwurf zufolge eine amtliche Erlaubnis benötigen.

Quelle: Tagesschau.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.