Wieder einmal einer dieser Flugtage mit Drohne…

…an dem einfach nichts passt. Und die Drohne leidet

Heute möchte ich einmal eine Geschichte erzählen. Eine wahre Geschichte, die für mich ärgerlich endete und für meine Drohne auch.

Eine Geschichte, wie man den Mut verlieren kann, wie man trotz aller Widrigkeiten einen guten Tag hat und vielleicht auch, wie man den Spaß an der Fotografie behält.

Wir schreiben den 13.Januar im noch jungen Jahr 2017. Ich hatte ein bestimmtes Bild im Kopf.

Ich saß in der vergangenen Nacht stundenlang am Mac und schrieb Content für meine neue Homepage www.fotofulda.de, soweit, so gut. Zuerst alles erst einmal lokal um dann “ ganz einfach“  umzuswitchen und die Seite online zu stellen. Nun muss man – im Bereich von WordPress jedenfalls, verschiedene Dinge tun um die Webseite Lokal zu installieren und dann alles so passend zu bekommen. So muss man auch Datenbanken oder zumindest eine Datenbank anlegen.

Im Verlaufe dieser Aktion wird dann bei der Übertragung auf den Datenbankserver meiner Domain diese Tabelle und Datenbank kopiert und übertragen – unter anderem. Da es mittlerweile bereits etwa 3 Uhr morgens war, wollte ich noch diese eine Übertragung erledigen um dann endlich – wie tot – ins Bett zu fallen.  Wäre ich nur gleich gegangen…..

Ich bin also völlig übermüdet dabei die Datenbanken hin und her zu kopieren als es passiert….ich überschreibe meine Datenbank auf dem localserver !!! Schock, Panik, schwitzige Hände….die ganze Arbeit futsch? Die neue Seite gelöscht und nicht mehr greifbar? Kein Problem…habe ja eine Sicherung….hatte ich auch…LEIDER KEINE AKTUELLE. Was hieß das? Rekontruktion der lokalen Seite, wiederherstellen sämtlicher Designs, Verknüpfungen und teilweise diverse Inhalte. Wären meine Nichten zu dem Zeitpunkt bei mir gewesen, sie hätten Ihren Onkel noch nie so fluchen hören :-))

Die Uhr zeigte sich in meinem verschwommenen Blickfeld mittlerweile ziemlich surreal und die Zeiger leuchteten irgendwo bei 5.45 Uhr…ich saß nun bereits seit 9 Stunden an der Seite! Unnötig zu sagen, das ich mittlerweile kein Interesse mehr hatte meine Seite zu ändern und ich mir einzureden versuchte, das ich die alte Seite einfach bestehen lassen sollte. Um 06.30 schliesslich hatte ich wieder einen annehmbaren Zustand der Seite nebst Inhalten und Design hergestellt und wollte nur noch eins…..SCHLAFEN….

Das gelang mehr schlecht als recht also stand ich wieder auf, stattete der eiskalten Dusche einen Besuch ab und beschloss, da es ein wunderbar sonniger Tag werden sollte, in die wunderschöne Rhön zu fahren und ein paar tolle Luftaufnahmen mit meinem Multicopter bzw. Drohne zu machen. Gesagt getan, alles eingepackt, dicke Klamotten angezogen und ab Richtung Schnee – bei minus 14C.

Bei der Landschaftsfotografie gehe ich immer möglichst strukturiert vor, so auch dieses mal. In meinem Kopf hatte sich ein Bild geformt, das die schneebedeckte Rhön im strahlenden Sonnenschein mit ein paar Wolken umringt zeigt. Zusätzlich sollte aber auch noch Schnee die Bäume bedecken und die Hügel weiß färben.

Die Position kannte ich, da ich dort schon des öfteren war und einen ziemlich bekannten Aussichtspunkt ausgesucht hatte. Dieser liegt äußerst günstig nur knapp 1,5km von einem Parkplatz entfernt.

Den Aussichtspunkt hatte ich bereits gespeichert und konnte so jederzeit die Richtung der Sonne bestimmen. Für diesen besagten Donnerstag sollte der Sonnenaufgang auf ca. 08:11 Uhr liegen. Das ist eigentlich recht human, wenn man bedenkt, zu welchen Zeiten man als Naturfotograf sonst so startet.

Auch das Wetter war laut diverser Apps optimal vorhergesagt. Es sollte die ganze Nacht über schneien und dann gegen 07:30 aufhören und nur noch „bewölkt“ sein. Genau das ist der Zustand, den ich wollte, da dann die Sonne durch den Spalt zwischen Wolken und Horizont blinzeln kann und alles in ein warmes Rot-Orange-Violett färbt. Also aller beste Vorraussetzungen für mein Bild im Kopf.

Dort angekommen bei herrlichem Wetter und klirrender Kälte, einen Parkplatz gesucht und alles vorbereitet für den Start. Drohne

Die Routinekontrollen durchgeführt, CHECK…READY FOR TAKEOFF….

Alles lief normal…die ersten 30 Sekunden….Start war blendend….alles war in Ordnung….Kamera ausgerichtet…und los konnte es gehen….wenn …..ja wenn da nicht die Tücken der Technik waren. Schlagartig fiel mir ein, das man ja nicht ab 0 C fliegen sollte – laut Empfehlung des Herstellers der Drohne….der Gedanke schoss gerade durch meine Synapsen als auch etwas anderes dahinschoss…meine Drohne….leicht geneigt raste sie immer schneller nach links….ohne Möglichkeit einer Steuerung…wieder PANIK, ANGST, CHAOS….was tun….gut das es nach Links ging dachte ich…da ist wenigstens Tiefschnee und wenn sie fällt dann etwas weicher als auf die Landstrasse bzw. den Feldweg…tja….sie fiel auch….bedenklich nahe an einem Bach….mit etwas mehr als 5o km/h ….ich also los, durch den Tiefschnee….wiederum fluchend wie in der vorangegangenen Nacht in Richtung Absturzstelle. Aus der Ferne dachte ich noch….passt…nicht viel passiert….nun ja…der Absturzkrater den die Drohne verursacht hatte, sprach für sich….Drohne

Alles in allem ein hoher Schaden an der Drohne…und was vor vorausgegangen??? Unruhe….hätte ich einfach mal die Internetseite mit Ruhe hochgeladen…und nicht Nachts…hätte ich die Seite nicht wiederherstellen müssen und hätte sodann keinen „Dicken Kopf“ und wäre nicht zum fliegen gegangen, oder zumindest ausgeschlafen.

Was will ich damit sagen ? 

EINFACH MAL ENTSCHLEUNIGEN – das hilft immens und oft…und kann sogar einigem Schaden vorbeugen.

 

Bis dahin….gut Flug

 

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