Blog zur Produktivität – Freewriting

Da will ich mal einen Blogpost voller Produktivität schreiben und dann fällt mir doch patout nichts ein. Das ist nervig, denn es ist ja nicht so, als hätte ich alle Zeit der Welt und könnte es mir leisten, einfach nur mal so rumzusitzen. (Da fällt mir ein, ich könnte mal einen Tipp dazu schreiben, dass ich einfach nichts machen will. Es gibt sogar eine Feature in „Psychologie heute“, in dem das Nichtstun als wichtiger Aspekt der Produktivität erklärt wird.)

Aber es ist doch komisch: Man will sich Zeit nehmen, sitzt im Büro am Tag der Arbeit und möchte etwas schreiben. Für den Blogeintrag am Montag. Der soll gut werden und daher sollte da auch etwas wirklich Sinnvolles stehen.Blog Produktivität

Aber wie es eben so ist: Genau jetzt hab ich eine  Blockade statt Produktivität. Wer etwas zu sehr will, der verkrampft sagt man. Ein anderes Problem, und das geht mir immer wieder so: Ich bin einfach ständig auf der Suche nach der perfekten Umgebung fürs Schreiben, nach dem richtigen Editor. Word ist okay aber einfach so zum Schreiben gibt es mittlerweile Hunderte von kreativen Lösungen, die alle um einiges besser sind. Doch die meisten haben den gleichen Fehler: Sie überfordern den Schreibenden mit zu vielen Funktionalitäten. Produkte, die mehr können, als der Autor wirklich braucht. Produkte, die Listen erstellen, Kommentarfunktionen anbieten und die Dokumente für 1000 Devices gleichzeitig verfügbar machen. (Das könnte ein anderer Blogbeitrag: Wie einfach es wäre, wenn ein Product Owner die Funktionen auf das absolut Notwendige beschränken würde.

Am liebsten würde ich alles in meinem Lieblingstool Evernote schreiben, doch die OS X-Variante stört beim Schreiben mehr als sie nützt. Der Webeditor ist klasse – einfach und ablenkungsfrei, aber eben nicht ideal. Kann aber alles, was ich brauche.

Jetzt habe ich noch Medium entdeckt, eine Blogging-Plattform von Evan Williams, dem Gründer von Twitter und Blogger. Wirklich großartig für Blogger. Da überlege ich sofort, ob ich meine eigenen Blogs auf www.medium.com übersiedel. Das hätte den Vorteil, noch einfacher schreiben zu können und gleichzeitig noch einfacher eine Community bilden zu können. Ich bräuchte mich auch nicht mehr darüber zu ärgern, dass sich meine Website derzeit nicht für das Lesen von Blogeinträgen auf Mobile Devices eignet. Fragen über Fragen, die mich vom eigentlichen Produzieren eines neuen Blogbeitrages abhalten.

Blog www.fotofulda.deAber Moment, da ist er ja: Das, was ich eben hier geschrieben habe. Ich wollte eigentlich einen Tipp zur Produktivität geben und was habe ich gemacht: Einen geschrieben und gezeigt, wie man sogar dann, wenn man nicht weiß, was man schreiben will, einfach einen Blogeintrag schreiben kann. Das Mittel der Wahl dazu: Freewriting. Dazu gibt es das wunderbare Buch „Writing without teachers“ von Peter Elbow.

Beim Freewriting schreibt man völlig wertungsfrei auf, was einem gerade durch den Kopf geht, ohne abzusetzen. Und wenn einem nichts mehr einfällt, schreibt man auf, dass einem gerade nichts einfällt und schon kommen die Ideen nach einiger Zeit wieder in Fluss. Um es in Anlehnung an die Open-Space-Methode zu sagen: Was auch immer dabei rauskommt – es ist das Einzige, das rauskommen konnte.

Das ist wahre Produktivität: in sich hineinzuhören und der eigenen Stimme zu folgen.

Na, dann hat es heute ja doch noch geklappt 🙂

Beste Grüße

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.